kulturregion südwestfalen

Gruppen/ Institutionen

Eisenstraße im Rothaargebirge

Brauchtum / Heimatkultur

Eisenstraße
57250 Netphen


URL: www.netphen.de

Die Eisenstraße im Rothaargebirge, eine alte Handels- und Fernverkehrsstraße, die seit vorgeschichtlicher Zeit genutzt wurde, verläuft auf ländlichen Gebieten der Städte Hilchenbach, Bad Laasphe und Netphen besonders im Bereich der Quellen von Eder, Sieg und Lahn (L 722). Sie ist Teilstück der einst im Hochmittelalter bedeutenden Leipzig-Kölner-Messestraße, auch Brabanter-Straße genannt, weil sie bis nach Antwerpen führte.

Über die Eisenstraße wurde der hochmittelalterliche Eisenhandel abgewickelt, mit Roheisen bis hin zu fertigen Produkten wie Waffen, Helme, Harnische, Sensen, Sicheln, Messer (u.ä.). Diese Produkte fertigten einst Waldschmiede im oberen Dill- bzw. Dietzhölze-Tal und im angrenzenden Siegerland. In die Eisenstraße mündete bei der Angelburg der Westfahlenweg ein, der am Dünsberg vorbei aus der Wetterau (Hessen) kommend, auf der Lahn-Dill-Wasserscheide in den westfälischen Raum führte.

Solche alten Straßen verliefen entweder auf dem Bergkamm oder hangparallel, weil die Täler versumpft waren und man am Talende steile Anstieg vermeiden wollte. Als Zugtiere setzte man Ochsen ein, Pferde waren zu kostbar. Etliche über 2000 Jahre alte Ringwallanlagen, die in der Nähe zur Eisenstraße liegen, beweisen, dass schon während der keltischen Besiedlung der Region, die Eisenstaße ein wichtiger Verkehrsweg war.

Anfahrt
Die Eisenstraße verläuft zwischen der Haincher Höhe in Netphen-Hainchen und der Ginsberger Heide in Hilchenbach-Lützel.

Ausflugsziele in der Nähe
An der Eisenstraße liegt beim Forsthaus Hohenroth das ►Informationszentrum Waldland Hohenroth

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