kulturregion südwestfalen

Gruppen/ Institutionen

Hauptbahnhof Hagen

Brauchtum / Heimatkultur

Berliner Platz 1
58089 Hagen (Westf.)


Besichtigung jederzeit
Baujahr 1907-10

Der Hagener Hauptbahnhof ist Sinnbild und Motor für die wirtschaftliche Entwicklung Hagens und war damit für die Eröffnungsfeier des diesjährigen Denkmaltages prädestiniert. Außerdem feierte die Ruhr-Sieg-Strecke in diesem Jahr ihr 150 jähriges Bestehen. Die seit 1861 bestehende wichtige Verbindung nach Siegen (über Altena) mit ca. 30.000 Reisenden täglich zählt auch heute für den Personenverkehr zu den wichtigsten Eisenbahnknotenpunkten Deutschlands.

Nach zwei Vorgängerbauten (1849 und 1875) - damals noch auf dem Gebiet der Gemeinde Wehringhausen - wurde an gleicher Stelle der dritte Hagener Bahnhof errichtet. Das neobarocke Gebäude wird durch den rechteckigen Uhrenturm mit verkupferter Laterne und Kuppelhelm geprägt. Die zwei Puttengruppen im unteren Bereich des Turmes sind Allegorien des Abschieds und des Wiedersehens. Die Gestaltung der Innenräume des Bahnhofgebäudes in qualitätsvollem Jugendstil wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Heute ist bis auf den Brunnen an der Stirnseite und die Halbsäulen und Arkaden an den Längsseiten wenig davon erhalten. Die zwei Perronhallen über den Bahnsteigen sind ein gut erhaltenes Beispiel für die seit dem späten 19. Jahrhundert entwickelte Hallenkonstruktion in Stahlbauweise.

Karl Ernst Osthaus konnte erreichen, dass die zuständige Bahnhofsdirektion den Künstler Jan Thorn Prikker mit dem Entwurf eines Hauptfensters über dem Eingang beauftragte. Bei dem Bahnhofsfenster mit dem Namen „Der Künstler als Lehrer für Handel und Gewerbe“ handelt es sich um eine friesartige Darstellung einer Gruppe von insgesamt neun männlichen und weiblichen Figuren. Mitte der 1990er Jahre wurde der gesamte Bahnhofsvorplatz umgestaltet und 2003 fertig gestellt. Seit 2004 wird das Innere des Bahnhofs restauriert. So erhielt die Bahnhofshalle mit der Rekonstruktion des Tonnengewölbes etwas von ihrem alten Glanz zurück und Details wie etwa das Glasfenster Thorn Prikkers sind wieder gut erkennbar.
(Text: Elena Grell, Stadt Hagen)

Weiterführende Informationen im Internet:

Hauptbahnhof Hagen auf der Route Industriekultur: www.route-industriekultur.de/t...

In Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Hagen_Ha...

Artikel zum Glasfenster von Jan Thorn Prikker: www.lwl.org/LWL/Kultur/fremde-...

Internetseite der Stadt Hagen: www.hagen.de

Deutsche Bahn: www.bahnhof.de/site/bahnhoefe/...

VRR: www.vrr.de/de/fahrplanauskunft...


Tipps
Es lohnt sich, am Hauptbahnhof Hagen auszusteigen, denn in der näheren Umgebung können Sie viel Kulturluft schnuppern, z. B.:

- Kunstquartier Hagen mit Emil-Schumacher und Osthausmuseum: www.kunstquartier-hagen.de

- Theaterhagen: www.theater-hagen.de

- Historisches Centrum Hagen mit Stadtmuseum (3 km Fußweg): www.historisches-centrum.de

Den „Hagener Impuls“ können Sie auch auf einer Stadtrundfahrt oder bei einem Rundgang näher kennenlernen („Jugendstil und mehr“)
Die buchbare Rundfahrt finden Sie hier: www.hagen.de/web/de/hagen02/02...

Die Broschüre zum Stadtrundgang, der auch den Hauptbahnhof Hagen mit einschließt, finden Sie als PDF-Datei unter:
www.hagen.de/web/media/files/f...

Weitere Sehenswürdigkeiten – auch außerhalb des näheren Bahnhofumfeldes:
www.hagen.de/web/de/hagen02/02...
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