kulturregion südwestfalen

Gruppen/ Institutionen

Kulturbahnhof Kreuztal

Veranstaltungsort

Bahnhofstraße 11
57223 Kreuztal

E-Mail: info@kreuztal-kultur.de
URL: www.kulturbahnhof-kreuztal.de

Im Zuge der Sanierung und Modernisierung des alten Kreuztaler Bahnhofes zum neuen 'Kulturbahnhof' hat die Stadt Kreuztal im Jahr 2008 kulturelles Neuland betreten: die Bildende Kunst hat mit dem Ausstellungsbereich in der neu und modern gestalteten Empfangshalle ein würdiges Domizil im öffentlichen Raum erhalten.

SZENENWECHSEL im kulturbahnhof

Das Ausstellungskonzept SZENENWECHSEL steht nicht nur für regelmäßig wechselnde Präsentationen verschiedener Künstler und deren Werke aus allen Sparten der bildenden Kunst. Vielmehr wird im kulturbahnhof Kunst abseits der gewohnten „Bühnen“ Museum oder Galerie sinnlich erlebbar gemacht. Szenenwechsel bedeutet auch, sich nicht auf ein Bühnenbild zu beschränken, Auftritt und Thema nicht immer gleich zu gestalten. Der Kulturbahnhof steht daher allen Künstlern offen - egal ob bekannt oder unbekannt, alt oder jung, klassisch, avantgardistisch oder revolutionär. Die beiden Künstler Ulrich Langenbach und Annette Besgen haben ihre Ateliers im Obergeschoss des Bahnhofgebäudes ►Zum Kulturbahnhof

Öffnungszeiten + Kontakt
Mo-Fr 6.00 bis 19.00 Uhr, Sa+So 8.00 13.00 Uhr
Kulturamt Kreuztal, Siegener Straße 18, 57223 Kreuztal
Tel. 02732 - 51-264, E-Mail: info@kreuztal-kultur.de

Der Bahnhof Kreuztal heutzutage

Der Bahnhof Kreuztal hat nach wie vor eine große Bedeutung als Personenbahnhof, insbesondere für Berufspendler, die in Siegen arbeiten. Daher wurde im Zuge der grundlegenden Sanierung 2008 auch ein großer Park&Ride Platz mit Buswende und Taxistand errichtet. ►Infos Zugverbindungen

Geschichtliche Entwicklung (Auszug aus Siegener Zeitung von 1961)

Der Bahnhof Kreuztal wurde mit Inbetriebnahme der Strecke Hagen-Siegen am 6. August 1861 eröffnet. Die Betriebsanlagen waren einfach und befanden sich auf dem Gelände des heutigen Personenbahnhofs. Durch die Eröffnung der Strecke Kreuztal-Hilchenbach am 1. März 1884 wurde Kreuztal aus der Rolle des Durchgangsbahnhofes herausgehoben und zum Knotenbahnhof.

Die Aufgaben wuchsen, als im Jahre 1887 der Streckenabschnitt von Hilchenbach bis Laasphe verlängert wurde. Zu jener Zeit wurde auch eine Lokstation errichtet worden, denn damals wurde ein Teil der auf der Ruhr-Sieg-Strecke verkehrenden Güterzüge in Kreuztal aufgelöst und gebildet. Schon lange vor dem Ersten Weltkrieg waren Rangierkolonnen vorhanden, die in drei Schichten arbeiteten. Als Zusatzanlagen bestanden damals die Privatgleisanschlüsse der Firma Dresler Drahtwerk, die Ladestraße und die noch kleine Umladehalle.

Kreuztal - Eisenbahnknotenpunkt des Siegerlandes
Von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung war die Inbetriebnahme der Eisenbahnverbindung zwischen Weidenau und Dillenburg im Jahr 1915 mit Anschluss über Gießen-Frankfurt und Aschaffenburg nach Süddeutschland. Da die vorhandenen Anlagen den Erfordernissen des steigenden Betriebs nicht mehr gewachsen waren, musste der Bahnhof weiter ausgebaut werden. Am 1. Oktober 1916 konnten die südöstlich verlegten neuen Gleisanlagen ihrer Bestimmung übergeben werden. Der industrielle Aufschwung des Siegerlandes machte eine mehrfache Erweiterung des Verschiebebahnhofs erforderlich. So wurden u. a. kurz nach dem Ersten Weltkrieg noch 12 Gleise gebaut. Die allmähIiche Vergrößerung der Umladehalle brachte eine Erhöhung des Wagenzulaufs und eine Zunahme der Rangieraufgaben. Der tägliche Wagenausgang steigerte sich von etwa 300 Wagen im Jahre 1916 auf rund 1000 im Jahre 1929. Dann folgte der wirtschaftliche Niedergang. 1932 wurden nur noch etwa 740 Wagen täglich ins Netz abgefahren, erst im Jahre 1939 sind wieder 1000 Wagen erreicht worden.

Bombardierung des Verschiebebahnhof im Zweiten Weltkrieg
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Verschiebebahnhof fast vollständig zerstört und der Personenbahnhof schwer beschädigt. Aber schon am 8. Juni 1945 konnte durch Herstellung der stark zerstörten Strecke Siegen-Finnentrop der Anschluss an das Ruhrgebiet erreicht werden. Der nördliche Teil des Verschiebebahnhofs wurde erst im Juli 1946 wieder in Betrieb genommen. Der großzügige Ausbau der Gleisanlagen und der technischen Einrichtungen begann im Herbst 1956. Für die Erweiterung des Bahnhofes um drei neue Richtungsgleise mussten über 120 000 m3 Erde bewegt werden. Im Frühjahr 1959 begann der Aufbau eines hochmodernen, fünfgeschossigen Drucktasten-Ablaufstellwerkes. Nach den komplizierten Kabelverlegungen und der Installation der erforderlichen Schaltrelais konnte dieses erste Ablaufstellwerk mit automatischer Ablaufregelung im Direktionsbezirk Wuppertal am 16. Oktober 1960 seine Arbeit aufnehmen.

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Die Umladestelle Kreuztal - Zentrum für den Siegerländer Stückgut-Verkehr
Die Ladeanlagen der ehemaligen Ortsgüterabfertigung Kreuztal reichten für die neuen Aufgaben jedoch nicht aus. Schon 1927 entstanden die ersten Pläne für einen Neubau. Täglich wurden damals 480 Tonnen Güter umgeladen, 171 Wagen verließen im Durchschnitt den Güterbahnhof. Die Wirtschaftskrise brachte einen schweren Rückschlag, die Zahl der umzuladenden Tonnen verringerte sich stark, und deshalb mussten die Pläne für einen Neubau zunächst zurückgestellt werden. Erst 1943 konnte eine neue Ladehalle mit 3 Ladebühnen für insgesamt 113 Waggons dem Verkehr übergeben werden.

1976 - Auflösung der Umladehalle Kreuztal
Der Güterbahnhof Kreuztal hat den Krieg ohne Schäden überstanden. Gleich nach der Wiederaufnahme des Bahnbetriebes auf der Hauptstrecke, wurde auch die Umladehalle wieder in Betrieb genommen. Es galt vor allem die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Da die Umladeanlagen in Köln, Hagen, Soest und Holzwickede fast vollständig zerstört waren, spielte sich der Hauptbetrieb in Kreuztal ab. Ab 1950 setzten energische Rationalisierungsbestrebungen im Güterverkehr ein, mit dem Ziel, die teure Umladearbeit zu vereinfachen. Alle Güter mussten mit der Hand aufgeladen und mit dem Stechkarren (Sackkarre) transportiert werden. In den folgenden Jahren wurden Elektrokarren und Gabelstapler eingesetzt, die die Arbeit der Ladekolonnen erheblich erleichterten und beschleunigten. Um 1970 waren die Folgen der Einsparungen für einen wirtschaftlichen Stückgutverkehr auch in Kreuztal zu spüren. Nach und nach wurden die Aufgaben auf andere Umladestellen verlagert. Am 1. Juni 1976 erfolgte die Auflösung der Umladehalle Kreuztal.

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