kulturregion südwestfalen

Gruppen/ Institutionen

Luisenhütte Balve-Wocklum

Museum / Sammlung

Wocklumer Allee
58802 Balve

E-Mail: museen@maerkischer-kreis.de
URL: www.maerkischer-kreis.de/kultu...

Die Luisenhütte ist Ankerpunkt auf der Tälerroute der Europäischen Route der Industriekultur und Highlight von WasserEisenLand

Am Rande des sauerländischen Naturparks Homert sind die geschichtlichen Wurzeln der Hüttentechnologie des benachbarten Ruhrgebiets erlebbar. In Balve-Wocklum, mitten in einem unberührten Paradies für Wanderer und Nordic-Walker, ist eine mit Wasserkraft und Holzkohle betriebene Hochofenanlage erhalten geblieben. Einzigartig für Deutschland kann hier ein komplettes Hüttenensemble mit Eisengießerei und Umfeld besichtigt werden. 2004 wurde die Luisenhütte Wocklum deshalb zum Denkmal von nationaler Bedeutung erklärt.

►Erlebnis Luisenhütte: das interaktive Museum
►Gruppenführungen
►Kontakt + Öffnungszeiten
►Förderverein Luisenhütte
►Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve
►Gastronomie „Hüttenschänke“
►Verkehrsanbindung
►Veranstaltungen, Wander- und Radwege, Tourismus


Luisenhütte Wocklum - Wasser, Dampf und heißes Eisen

Die 1748 gegründete Luisenhütte ging 1758 erstmals in Betrieb. Nach mehreren Umbauten brachte die gräfliche Unternehmerfamilie von Landsberg-Velen die Anlage 1854/55 auf den damals neuesten Stand der Technik. Sie erweiterte die Eisengießerei, vergrößerte den Hochofen und baute einen Röhrenwinderhitzer für den effektiveren Betrieb des Ofens ein. Die bedeutendste Neuerung war eine Gebläse-Dampfmaschine als Ergänzung zum bereits vorhandenen Wasserrad, das zwei Kolbengebläse antrieb.

Die Dampfmaschine versorgte den Hochofen mit Sauerstoff, wenn der Borkebach eingefroren oder ausgetrocknet war. So konnte der Zeitraum der Verhüttung auf acht bis neun Monate im Jahr ausgedehnt werden. Trotz dieser Möglichkeiten und der hohen Qualität des Eisens musste die Luisenhütte bereits 1865 aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt werden. Die Konkurrenz der mit Steinkohlenkoks betriebenen Hochöfen im Ruhrgebiet war mittlerweile zu groß geworden.

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Erlebnis Luisenhütte: das interaktive Museum

Vom Denkmal zum Museum
Seit 1950 ist die Luisenhütte für die Öffentlichkeit als technisches Kulturdenkmal zugänglich. 2004 bis 2006 wurde sie liebevoll restauriert und zum modernen besucherorientierten Erlebnismuseum umgestaltet. Das Museum zeigt anschaulich und unter Einbeziehung aller Sinne, wie in der Luisenhütte Eisen hergestellt und zu Gussprodukten weiterverarbeitet wurde.

Erlebnis Hüttenschicht
Der Rundgang folgt dem Weg der Rohstoffe durch die Anlage. Im Schreiberhäuschen kontrollierte und protokollierte der Hüttenschreiber die Anlieferung der Materialien. Auf dem Möllerboden heben die Besucher Schubkarren, die mit Eisenerz, Holzkohle und Kalkstein beladen sind, selbst an. Über der Gichtöffnung des Hochofens erzeugen Hitzestrahler Wärme. Ein historischer Tonfilm zeigt, wie die Hüttenknechte den Ofen von oben befüllten. Zehn Meter tiefer, an der offenen Ofenbrust, wird der Abstich des Roheisens effektvoll mit einer Lichtinszenierung und weiteren Hitzestrahlern und Tonfilmausschnitten simuliert: Das glühende Eisen fließt ins Masselbett. Direkt neben dem Hochofen befanden sich in der Abstichhalle sogar schon Pausenräume für die Hüttenarbeiter. Im Gebläsehaus lassen sich das Wasserrad mit den Kolbengebläsen und die Gebläse-Dampfmaschine geräuschvoll in Betrieb nehmen. Weitere Lichtinstallationen sorgen in der Eisengießerei dafür, dass der Eindruck produzierender Schmelzöfen und eines gerade erfolgten Gusses von Zahnrädern und weiteren Gussteilen entsteht.

Interaktive Medien
Abschließend kann man das Erlebte in der ehemaligen Platzknechtswohnung vertiefen. Hier stehen der Film „Feuerstrom des Eisens“ und eine interaktive Computersimulation, die alle Produktionsschritte dreidimensional zeigt, zur Verfügung. Vier Modelle vergleichen die wichtigsten Verhüttungstechniken seit dem Mittelalter miteinander. Abschließend wird in einer kleinen Ahnengalerie kurz die spannende Geschichte der gräflichen Betreiberfamilie von Landsberg-Velen erzählt.

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Gruppenführungen

Wünschen Sie einen besonderen thematischen Schwerpunkt bei einer Gruppenführung, dann sprechen Sie diesen bitte bei der tel. Buchung ab. Anmeldung bitte mind. 14 Tage im Voraus, Tel. 02352 - 966-7034. Gruppengröße: max. 20 Personen pro Führung (bei größerer Personenzahl muss die Gruppe geteilt werden).
Dauer: 90 min.; Kosten: 30 € (Di - Fr) 40 (Sa, So, feiertags) plus Museumseintritt.


Kontakt + Öffnungszeiten

Luisenhütte Balve-Wocklum
Wocklumer Allee
58802 Balve

Kontakt
Buchen von Führungen: Tel. 02352 - 966-7034, Fax 02352 - 25316
Informationen: Tel. 02375 - 3134
Museumspädagogik: Tel. 02352 - 966-7021
E-Mail: museen@maerkischer-kreis.de
Homepage: www.maerkischer-kreis.de

Öffnungszeiten
1. Mai bis 31. Oktober: Dienstag bis Freitag von 9.30 - 17.00 Uhr sowie Samstag, Sonntag und feiertags von 11.00 bis 18.00 Uhr; Montags geschlossen außer 1. Mai und Pfingstmontag.
1. November bis 30. April nur nach Absprache mit der Gastronomie „Hüttenschänke“ (02375 - 2269).

Besuchsdauer und Kombikarte
Für einen Besuch der Luisenhütte Wocklum sollten Sie sich etwa ein bis eineinhalb Stunden Zeit nehmen. Die Eintrittskarte gilt zugleich für den Besuch des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve im ehemaligen Stabhammer der Luisenhütte.

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Förderverein Luisenhütte

Seit 2004 kümmert sich ein aktiver Förderverein in Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis um die Luisenhütte. Der Förderverein Luisenhütte – Verein zur Pflege der technischen Denkmäler in Balve e.V. hatte entscheidenden Anteil an der Umgestaltung des Denkmals zum Erlebnismuseum und beteiligt sich ehrenamtlich am Betrieb der Luisenhütte.

Kontakt
Förderverein Luisenhütte e.V.
Widukindplatz 1, 58802 Balve
Tel. 02375 - 926-107; Fax 02375 - 926-160
E-Mail: g.fabry@balve.de

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Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve

Im ehemaligen Wocklumer Stabhammer neben der Luisenhütte lädt das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve zu einer Zeitreise durch 400 Millionen Jahre Balver Geschichte ein. Unter dem Motto „Erdschätze – Menschenspuren“ gibt das Museum Einblick in die spannende und abwechslungsreiche Natur- und Menschheitsgeschichte des Hönnetals. Themeninseln stellen die wichtigsten Epochen und Wendemarken vor – vom Devonzeitalter, als Balve noch im tropischen Flachmeer lag, bis zur Eisenerzeugung im Mittelalter. Ebenso lässt sich erfahren, wie der Mensch bis heute von den Balver „Erdschätzen“ profitiert. Die ausgestellten Objekte verweisen auf die Bedeutung Balves als überregional bedeutsamer Fundplatz der Vor- und Frühgeschichte. Dinosaurierreste und andere Fossilien des Massenkalkes, eiszeitliche Tierknochen sowie steinzeitliche Werkzeuge und Waffen aus den Höhlen des Hönnetals liefern bis heute immer wieder neue Erkenntnisse über frühere Lebenswelten.

Kontakt
Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve
Wocklumer Allee
58802 Balve-Wocklum
Öffnungszeiten wie Luisenhütte
Buchen von Führungen: Tel. 02375 - 926-142; Fax 02375 - 926-160
Informationen: Tel. 02375 - 3134
E-Mail:
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