kulturregion südwestfalen

Gruppen/ Institutionen

Schwarze-Ahe-Hammer

Brauchtum / Heimatkultur

58849 Herscheid


Die Hammerschmiede im Tal der Schwarzen Ahe wurde im 16. Jahrhundert von der Unternehmerfamilie Brüninghaus gebaut, die ihren Namen vom gleichnamigen Gut Brüninghausen im heutigen Lüdenscheid herleitet. Ihr Gewerbe erstreckte sich sowohl auf die Gewinnung von Eisenerz in der näheren Umgebung, als auch auf die Verhüttung dieses Erzes in eigenen Öfen. Der Hammer selbst erhielt 1883/84 seine jetzige Form und blieb bis 1941 in Betrieb. Hauptsächlich wurde in ihm das bekannte Osemund-Eisen hergestellt: Das Roheisen wurde in den Herdfeuern erhitzt und an zwei sog. Schwanzhämmern bearbeitet. Man entzog dabei dem Roheisen den Kohlenstoff, machte es dadurch geschmeidiger und konnte es zu Drahtwaren weiterverarbeiten. Angetrieben wurden die Hämmer durch das Wasser der Ahe, das in einem Hammerteich gestaut ist. Während das eine Wasserrad über ein Getriebe die Hammerachse antreibt (ein Eichenstamm von rund sieben Meter Länge und einem Durchmesser von fast einem Meter), bewegt das andere Rad über eine Kurbel einen Kolben auf und ab und erzeugt so den notwendigen Wind für die beiden Herdfeuer. Der Schwarze-Ahe-Hammer war nur für kurze Zeit stillgelegt: Schon 1950 wurde er vom Eigentümer - den Stahlwerken Brüninghaus GmbH - durchgehend renoviert und blieb damit in seinem ursprünglichen Zustand bis heute erhalten. Neben der eigentlichen Schmiede können auch der alte Kohlenbunker, die Schreibstube (das sog. 'Comptoir“) und der Schlafraum besichtigt werden, die zusammen einen interessanten Einblick in das damalige Arbeitsleben der Schmiede geben. Außenbesichtigung jederzeit - Führungen für Gruppen nach Anmeldung Baujahr 1562 Ansprechpartner: Herr Schmalenbach, Firma Krupp Brüninghaus
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